| Morgendämmerung | 04:31 |
| Sonnenaufgang | 06:38 |
| Mittag | 13:18 |
| Nachmittag | 14:55 |
| Maghreb | 20:23 |
| Nacht | 21:32 |
| Mitternacht | 00:13 |

| Inhaltsverzeichnis | |
| 3 | |
| 4 | |
| 9 | |
| 13 | |
| 15 | |
| 19 |
| 22 |
| 27 |
| 30 |
| 32 |
| 36 | |
| 43 | |
| 51 |
| 58 |
| 59 | |
| 63 | |
| 71 |
Verehrte Leser!
Gerechtigkeit zu üben und einzufordern gehört zum Kern der göttlichen Botschaft der Propheten und ist damit so alt wie die Menschheit selbst: „Und für jede Nation ist ein Gesandter. Wenn ihr Gesandter kommt, so wird zwischen ihnen In Gerechtigkeit entschieden, und kein Unrecht widerfährt ihnen“ (10:47).
Die Gesandten und Propheten Gotteshaben sich nicht nur für die Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit im Sinne einer Grundnorm der menschlichen Koexistenz eingesetzt, sondern sie haben darüber hinaus auch die göttliche Lehre von einer Zeit universeller Gerechtigkeit überbracht, d. h. einem idealen Zustand des sozialen Miteinanders. Alle Muslime sind davon überzeugt, dass Gerechtigkeit eine der schönen göttlichen Eigenschaften ist.
Der Heilige Qur’an negiert im Hinblick auf Gott jegliche Ungerechtigkeit: „Wahrlich, Gott tut kein Unrecht; auch nicht vom Gewicht eines Stäubchens…“ (4:40).
Diese Gerechtigkeit bevorzugt und benachteiligt nicht, sie ist eine ständige Haltung Gottes, denn „…Er ist ständig gerecht am Werk…“ (3:18).
Die qur’anischen Begriffe für Gerechtigkeit, padl (Gerechtigkeit an sich) und qisr (Gerechtigkeit als Ergebnis einer gerechten Tat), bilden die Grundlage der islamischen Moral. Die vom Menschen geforderten ethischen Werte existieren unabhängig von Zeit und Ort.
Es ist die Pflicht des Menschen, diese Werte, die Ausdruck seiner besonderen Stellung in der Schöpfung sind, zu realisieren, d. h. er muss die mit dieser Stellung verbundene Ehre und Würde bewahren und beispielsweise weder andere Menschen unterdrücken noch sich selbst unterdrücken lassen, weil beides seine menschliche Würde verletzen würde.
Redaktion Al-Fadschr