| Morgendämmerung | 04:31 |
| Sonnenaufgang | 06:38 |
| Mittag | 13:18 |
| Nachmittag | 14:55 |
| Maghreb | 20:23 |
| Nacht | 21:32 |
| Mitternacht | 00:13 |

| Inhaltsverzeichnis | |
| 3 | |
| 12 | |
| 15 | |
| 21 | |
| 26 | |
| 31 | |
| 36 | |
| 41 | |
| 49 | |
| 54 | |
| 59 | |
| 63 |
| 68 | |
Verehrte Leser!
Die Beziehung zwischen Leib und Seele oder Körper und Geist beschäftigt die Menschen spätestens seit Platos Idee von der unkörperlichen Seele und ist heute oft mit der Frage des Bewusstseins verbunden. Dualisten, Monisten und Funktionalisten haben unterschiedliche Ansätze verfolgt, ohne das Problem wirklich lösen zu können. Die Unterscheidung zwischen geistigen und körperlichen Phänomenen lässt zugleich die Schwierigkeit entstehen, mentale und physische Phänomene in Einklang zu bringen, d. h. eindeutige Antworten auf Fragen zu geben wie z. B. „wie wird aus einer Idee eine Handlung?“ oder „wie wird aus einer Sinneswahrnehmung eine Vorstellung im Geist“? Geist, Seele und Leib sind aus islamischer Sicht die drei Dimensionen des Menschen. Der von Gott eingehauchte Geist ist es, der dem Menschen seine besondere Würde verleiht (vgl. Qur’an 15:29). Die Seele hingegen ist per se nicht göttlich, vielmehr von Begierde, Gewissen oder Vernunft beherrscht. Es ist das Streben nach Vervollkommnung, die Annäherung an das göttliche Ideal, die die Materie (den Körper auf die Ebene und in den Dienst des Geistigen und Spirituellen erheben soll, damit der Mensch mit allen seinen Eigenschaften und Dimensionen Gott gehorsam und ergeben wird. Dann werden Reinheit und Lauterkeit in Verbindung mit bestimmten Körperhaltungen, einer Seele voller Gewissheit und Frieden und einem Geist, dessen Wille im Willen Gottes aufgeht, vom Gebet zu einer Himmelsreise. Dann wird auch das Herz des Menschen zu einem Spiegel, in dem Er Sich schauen kann und von dem Er sagt: „Himmel und Erde umfassen Mich nicht, aber das Herz Meines gläubigen Dieners umfasst mich.“
Redaktion Al-Fadschr