Archiv - Ausgabe Nr. 127

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Der Qur'an und die Heiligen Schriften im 21. JahrhundertVerehrte Leser,
Wenn aus der Tiefe kommt der Frühling in das Leben, Es wundert sich der Mensch, und neue Worte streben Aus Geistigkeit, die Freude kehret wieder und festlich machen sich Gesang und Lieder. Das Leben findet sich aus Harmonie der Zeiten, Da� immerdar den Sinn Natur und Geist geleiten, und die Vollkommenheit ist Eines in dem Geiste, So findet vieles sich, und aus Natur das Meiste.
Dieses Gedicht von Friedrich Hölderlin nennt viele Aspekte, die in der Weltanschauung eines Muslims eine wesentliche Rolle spielen: Der Kreislauf des Lebens, Entstehung und Vergänglichkeit, die unzähligen mannigfaltigen Zeichen in der Natur, die Harmonie, die das Dasein in seiner Gesamtheit regelt, usw. - alle diese Aspekte und Zeichen sind Manifestationen des Einen, Absoluten Seins.
Die Frühlingszeit bietet eine schier unermessliche Fülle an solchen Zeichen, die, wenn wir sie bewusst wahrnehmen und erkennen können, uns durchaus Wegweiser sein können - hin zu der Erkenntnis, dass uns Menschen nicht nur eine gegenseitige Abhängigkeit eigen ist, sondern auch die gemeinsame Verantwortung für uns, alle anderen Geschöpfe und die Umwelt. Wenn die gläubigen Menschen - gleich welcher Religion sie angehören - diese Verantwortung nicht praktisch vorleben, wie können dann all jene, die die spirituelle Dimension ihres Daseins dem Materiellen opfern und die Gott vergessen haben, sich jemals auf ihre wahre Verantwortung für sich selbst, für ihre Mitmenschen, für andere Geschöpfe und für die Welt, in der und von der sie leben, besinnen?
Redaktion Al-Fadschr